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Die Rolle moderner Identitätsprüfungstechnologien bei der Betrugsprävention


Seit geraumer Zeit steigt die Zahl der Verdachtsmeldungen im Bereich Finanzkriminalität. So hat die Financial Intelligence Unit (FIU) der Generalzolldirektion allein im Jahr 2022 knapp 38.000 Analyseberichte mit Hinweisen auf Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und weitere Straftaten an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Dies entspricht einem Zuwachs von 31 Prozent gegenüber 2021. Der alarmierende Anstieg bei Finanzdelikten stellt ein erhebliches Risiko dar und erfordert es, proaktive Maßnahmen zur Betrugsprävention umzusetzen.

Inhaltsverzeichnis
 

Neue Betrugsmaschen erfordern erweiterte Maßnahmen

Inverted Pyramid eIDV

Synthetischer Identitätsbetrug (Synthetic Identity Fraud, SIF) ist eine besonders heimtückische Form des Betrugs. Dabei werden echte persönliche Daten wie gültige Sozialversicherungsnummern und Geburtsdaten mit gefälschten Daten wie falschen Adressen kombiniert, um etwa Kreditbetrug zu begehen. Die Aufdeckung solch ausgeklügelter Betrügereien ist mit veralteten Technologien zur Betrugserkennung sehr schwierig. Finanzdienstleister sind daher gefordert, ihr Sicherheitskonzept zu überdenken. Eine komplette Modernisierung der bestehenden Systeme ist jedoch sowohl teuer als auch zeitaufwändig. Ein weitaus unkomplizierterer und kostengünstigerer Weg ist die Integration ergänzender Lösungen, die nahtlos mit vorhandenen Technologien zusammenarbeiten.

 
 
 
Möglichkeiten der Identitätsprüfungstechnologien (Quelle: Melissa Data GmbH)
 

Kombination aus elektronischer Identitätsprüfung und mobiler Identitätsverifizierung reduziert Risiken

Um dem steigenden Betrugsrisiko wirksam begegnen zu können, benötigen Finanzdienstleister zuverlässige Maßnahmen, die keinen negativen Einfluss auf die Customer Experience haben. Zu den entscheidenden Komponenten gehören die Dokumentenüberprüfung, die Verifizierung der Kontaktdaten, der Adressnachweis, der Gesichtsabgleich (Biometrics) und der Liveness-Check. Das Prozedere gestaltet sich wie folgt:

Ablauf elektronische Identitätsprüfung (eIDV) mittels App

  • Der Benutzer lädt einen Ausweis oder ein Dokument als Foto in der App hoch, die Schlüsselinformationen wie Name, Geburtsdatum oder Wohnort erkennt, extrahiert und in Echtzeit überprüft. Dies geschieht durch Abgleich mit verschiedenen Datenbanken (Proof of Address). Auf diese Weise können Finanzdienstleister bereits frühzeitig Unstimmigkeiten und potenziell betrügerische Aktivitäten erkennen.
  • Beim Gesichtsabgleich (Biometrics) werden die in einem Echtzeit-Selfie während des Onboarding-Prozesses aufgenommenen Gesichtsmerkmale mit denjenigen auf dem vom Interessenten vorgelegten Ausweisdokument verglichen. Hochentwickelte Algorithmen stellen schnell fest, ob die Bilder übereinstimmen, und ermöglichen so eine schnelle Identifizierung eventueller Abweichungen.
  • Der Liveness-Check stellt schließlich sicher, dass die Person, die mit dem System interagiert, real ist.
            Dokumentenüberprüfung, Gesichtsabgleich und                         
               Liveness-Check (Quelle: Melissa Data GmbH)

Ein solches Prüfverfahren kann Betrugsrisiken reduzieren und gleichzeitig das Onboarding neuer Kunden beschleunigen.


Fazit

Die sich rasant entwickelnde Betrugslandschaft erfordert proaktive Maßnahmen, die mit der Raffinesse der modernen Kriminellen Schritt halten. Die Integration einer kombinierten elektronischen Identitätsprüfung (eIDV) und mobilen Identitätsverifizierung ist hierbei ein kosteneffektiver Ansatz zur Risikominimierung und Sicherstellung von KYC-Prozessen.

 

Seien Sie Betrügern einen Schritt voraus und nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf!

 

 

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